Der slowakische Infrastrukturbetreiber ZSR hat die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zum Hochgeschwindigkeitsnetz (HGV-Netz) präsentiert und dafür ein zweistufiges Programm mit einem Investitionsrahmen von über 3 Mrd. Euro umrissen. Die Vorzugsvariante kombiniert Kapazitätsausbau im Raum Bratislava mit Neubaustrecken zu den Grenzen, insbesondere zur Anbindung an Tschechien sowie mit einer Verknüpfung Richtung Österreich. Kern ist die Reorganisation und Modernisierung des Bahnknotens Bratislava. Vorgesehen ist der Bau des neuen Bahnhofs Bratislava-West bei Stupava als Standort für betriebliche Funktionen und Instandhaltung. Dadurch sollen am Hauptbahnhof Kapazitäten frei werden, wo zudem Modernisierungen für höhere Geschwindigkeiten sowie Anpassungen für längere Güterzüge geplant sind. Schienengüterverkehr (SGV) ist nicht auf der neuen HGV-Strecke vorgesehen. Infrastrukturseitig umfasst die Vorzugsvariante eine neue HGV-Strecke von Bratislava-West zur Grenze mit Tschechien, die für bis zu 320 km/h ausgelegt ist, sowie eine Anbindung an die Verbindung aus Marchegg in Österreich. Phase 1 mit dem Knoten Bratislava, Bratislava-West und Anbindungen ist für 2030 – 2040 und Phase 2 mit der HGV-Strecke zur tschechischen Grenze und Integration Richtung Österreich ist für 2046 – 2050 geplant.