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Italien

Zentrale Beschaffungsstelle Rosco für Schienenfahrzeuge gegründet

Im Rahmen der letzten Umsetzungsphase des Nationalen Konjunktur- und Resilienzplans (PNRR) hat die italienische Regierung mit der Gründung der staatlichen Schienenfahrzeug-Beschaffungsstelle Rosco eine Bahnreform beschlossen. Das öffentliche Unternehmen außerhalb der italienischen Staatsbahn FSI dient zur Beschaffung, Verwaltung und Vermietung von Lokomotiven, Triebzügen und Reisezugwagen an Betreiber. Die Rosco erhält 1,2 Mrd. Euro aus dem PNRR, die unter anderem für Trenitalia vorgesehen waren, aber nicht abgerufen wurden. Zudem übernimmt die Rosco bereits mit PNRR-Mitteln finanzierte Züge im Wert von rund 1 Mrd. Euro. Der fünfköpfige Verwaltungsrat wird vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr (MIT) sowie vom Finanzministerium berufen. Erste Auswirkungen werden bei den ab Juni 2026 erwarteten Konzessions-Ausschreibungen für den Regional- und Intercity-Verkehr erwartet. Künftig können Fahrzeuge von der Rosco angemietet werden statt bei Trenitalia, die Fahrzeuge Dritten zugänglich machen muss. Parallel werden im neuen Programmvertrag 2027-2030 für den Infrastrukturbetreiber RFI strengere, dem PNRR entsprechende Vorgaben zu Zeitplänen, Kontrolle durch das MIT sowie Sanktionsmechanismen unter Aufsicht der Verkehrsregulierungsbehörde verankert.