Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke (HGV-Strecke) HSL-Zuid in den Niederlanden sind Windschutzwände installiert worden, um die Auswirkungen von starkem Wind zu minimieren. Dadurch entfallen die bisherigen, durch ein Windwarnsystem ausgelösten Geschwindigkeitsbeschränkungen und durchschnittlich 94 Verspätungsstunden pro Jahr. Wegen der Windempfindlichkeit der HGV-Züge setzte der niederländische Infrastrukturbetreiber ProRail zuvor ein meteorologisches Überwachungssystem ein, das bei starkem Wind Bremsungen oder Stopps veranlasste. Die neuen Schutzwände ermöglichen, dass Züge seltener langsamer fahren müssen, was die Arbeit von Lokführern und Verkehrsleitung vereinfacht und die Wartungskosten senkt. Parallel gründete ProRail im Juni 2025 eine externe Beratungsgruppe zur Zukunft von HSL-Zuid. Die Gruppe aus Fachleuten verschiedener Disziplinen unter Leitung von Xaf Utberg soll bei der Erneuerung der Systeme und der Instandsetzung der Infrastruktur unterstützen. Die Beratungsgruppe trifft sich etwa viermal im Jahr und arbeitet eng mit ProRail zusammen, um die Strecke zukunftssicher zu machen.