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Portugal

Vertrag für Abschnitt der HGV-Strecke Porto – Lissabon wird neu vergeben

Die portugiesische Regierung hat den Vertrag für den Bau des 120 km langen Abschnitts Oia – Soure der 290 km langen Hochgeschwindigkeitsstrecke (HGV-Strecke) Porto – Lissabon annulliert. Der Vertrag war im Januar 2025 an das Konsortium LusoLav III unter Leitung von Mota-Engil gegangen. Die Entscheidung des Ministeriums für Infrastruktur und Wohnungsbau fußt auf Bedenken hinsichtlich der vorgeschlagenen Verlegung des Bahnhofs Coimbra-B nach Taveiro, was nicht den Spezifikationen entspricht. Die Neuausschreibung wird vorbereitet und soll Ende April oder Anfang Mai 2025 starten. Während die portugiesische Regierung den ursprünglichen Basispreis beibehalten will, fordert die Stadt Coimbra eine Kostenrevision. LusoLav hält auch die Konzession für den ersten, 71 km langen HGV-Abschnitt Porto – Oia. Der Vorschlag des Konsortiums, den geplanten unterirdischen Bahnhof in Vila Nova de Gaia an einen neuen Standort zu verlegen, könnte zur Annullierung auch des ersten Vertrags führen.