Das brasilianische Verkehrsministerium hat am 11. Juni 2026 eine Bahnstrategie mit 17 Versteigerungen von Terminals für den Kombinierten Verkehr (KV) an der Nord-Süd-Eisenbahn und Finanzierungslinien mit Laufzeiten von bis zu 40 Jahren vorgestellt. Das Ministerium veranschlagte für die neuen Projekte zunächst rund 27 Mrd. Euro (160 Mrd. BRL). Die Eisenbahnagenda umfasst acht Korridorprojekte auf den Strecken Ferrogrão, Malha Oeste, dem Südost-Bahnring, EF-118, Minas – Rio, Fico – Fiol, Rio Grande, Mercosur-Korridor und Paraná – Santa Catarina. Für den gesamten Bahnsektor wird das mögliche Investitionspotenzial in den kommenden Jahren auf rund 102 Mrd. Euro beziffert. Die Strategie zielt auf ein integriertes KV-Netz aus Schiene, Straße, Wasserstraße, Häfen und Güterterminals ab. Die staatliche Entwicklungsbank BNDES kündigte längere Finanzierungsfristen an. Auch will die Regierung Garantien für vertraglich zugesagte öffentliche Beiträge geben, um die Wirtschaftlichkeit kapitalintensiver Vorhaben zu verbessern.