Das chinesische Verkehrsministerium plant, das nationale Schienennetz bis 2035 auf rund 200.000 km Länge auszubauen. Im Rahmen einer Neuausrichtung der Bahnpolitik soll statt auf reine Netzausweitung stärker auf qualitätsorientierte Entwicklung, Effizienz und intelligente Systeme gesetzt werden. Ein Schlüsselprojekt ist die geplante Bahnverbindung zwischen Hotan in der Provinz Xinjiang und Lhasa in Tibet, die entlegene Regionen besser anbinden und die sozioökonomische Integration stärken soll. China verfügt bereits über ein mehr als 160.000 km langes Bahnnetz, davon über 40.000 km Hochgeschwindigkeitsstrecken (HGV-Strecken), die 96 % aller Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern anbinden. Das Netz basiert auf einem Raster aus acht Nord-Süd- und acht Ost-West-Korridoren. Ziel ist es, bis 2035 alle Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern ans konventionelle Netz und alle über 500.000 Einwohner ans HGV-Netz anzuschließen. Der neue Ansatz setzt auf Modernisierung, Digitalisierung und regionale Ausgewogenheit, um bestehende Anlagen besser auszulasten, neue Korridore gezielt zu planen und langfristig nachhaltiges Wachstum zu sichern.