Erstmals wird in der Ukraine ein Projekt zum Bau von vier Eisenbahnstrecken in europäischer Standardspur mit Kofinanzierung aus dem EU-Förderprogramm Connecting Europe Facility (CEF) und dem Staatshaushalt realisiert. Die Gesamtkosten von rund 85,9 Mio. Euro sollen bis 2027 durch CEF, den Staatshaushalt sowie Fremd- und Eigenmittel der ukrainischen Staatsbahn UZ finanziert werden. Ein Teil der Mittel wurde bereits bereitgestellt, die CEF hat eine Vorauszahlung geleistet. Mit der Übergabe der unterzeichneten Finanzhilfevereinbarung von der Europäischen Kommission an die UZ wurde das Projekt zur Entwicklung der europäischen Spurbreite in der Ukraine und zur Erhöhung der Kapazität des Schienenverkehrs gestartet. Das Projekt sieht den Ausbau und die Elektrifizierung der 1.435 mm Spurweite in Richtung Lviv und auf den Abschnitten Lviv – Cernìvcì – Vadul-Sìret – rumänische Staatsgrenze sowie die Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie für den Eisenbahnknoten Lviv vor. Der UZ wird durch das Projekt der Bau und die Ausrüstung von vier internationalen Verkehrskorridoren gemäß den TEN-V-Anforderungen ermöglicht.