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USA

Union Pacific und Norfolk Southern beantragen STB-Genehmigung für Fusion

Union Pacific und Norfolk Southern haben beim US-amerikanischen Surface Transportation Board (STB) die Genehmigung für ihre Fusion beantragt. Diese würde ein durchgehendes Netz im Schienengüterverkehr (SGV) mit rund 50.000 Strecken-km in 43 Bundesstaaten und Anbindung an über 100 Häfen schaffen. Die am 29. Juli 2025 vereinbarte End-to-End-Transaktion soll rund 10.000 bisherige Interline-Verkehre in durchgehende Ein-Linien-Verbindungen überführen sowie bis zu 2 Mio. Lkw-Ladungen pro Jahr auf die Schiene verlagern. Geplant sind Investitionen von 1,8 Mrd. Euro (2,1 Mrd. USD) und jährliche Kapitalsynergien von 113,5 Mio. Euro. Rund 900 zusätzliche gewerkschaftliche Arbeitsplätze sollen bis zum dritten Jahr nach Vollzug entstehen. Der knapp 7.000 Seiten starke Antrag, gestützt von rund 2.000 Unterstützerschreiben, enthält Zusagen zur Offenhaltung aller Zugänge, einer freiwilligen verbindlichen Preisgestaltung für Zugänge sowie einem alternativen Streitbeilegungsmechanismus. Das STB hat zur Fusion Stellungnahmen zur Vollständigkeit des Antrags bis 29. Dezember 2025 angefordert. Eine Entscheidung über die Annahme zur inhaltlichen Prüfung und der weitere Verfahrenskalender stehen noch aus. Der Abschluss der Transaktion wird für Anfang 2027 erwartet.