Die französische Regierung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der für den Infrastrukturbetreiber SNCF Réseau ab 2028 jährlich zusätzliche Mittel in Höhe von 1,5 Mrd. Euro für die Erneuerung und den Ausbau des Schienennetzes vorsieht. Grundlage hierfür bilden die von Mai bis Juli 2025 durchgeführten Konferenzen Ambition France Transports zur Sanierung alternder Netze und zur Dekarbonisierung. Die zusätzlichen Mittel sollen aus reinvestierten SNCF-Gewinnen, EU-Förderung und privater Finanzierung bereitgestellt werden. Rechtliche Anpassungen sollen private Finanzierungsmechanismen für ausgewählte Upgrade-Projekte ermöglichen. Insgesamt sind im Leistungs- und Finanzierungsvertrag zwischen Staat und SNCF Réseau 2024 bis 2033 4,5 Mrd. Euro pro Jahr für Erneuerung und Ausbau verankert. Der Gesetzentwurf unterstützt zudem den Aufbau der regionalen Expressdienste Serm im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) um Metropolen, wobei der Staat Vorstudien für die Entwicklung von 27 Projekten mit 37 Mio. Euro finanziert. Auf Antrag lokaler Stellen soll die staatliche Société des Grands Projets (SGP) als Projektmanager für Serm-Infrastrukturvorhaben tätig werden können.