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Taskforce Schiene skizziert 22 Sofortmaßnahmen für stabileren Bahnbetrieb

In einem Entwurf ihres Abschlussberichts hat die Taskforce Schiene 22 kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung des täglichen Bahnbetriebs benannt. Die Vorschläge betreffen die Stabilisierung hochbelasteter Knoten, Verbesserungen in der Disposition, die Koordinierung von Baumaßnahmen und Störungsbeseitigung sowie verlässlichere Daten für die Reiseinformation und den Betrieb. Für überlastete Knoten betont der Entwurf, dass eine Reduktion des Angebots nur „als Ultima Ratio” infrage kommt. Daneben sind freiwillige, temporäre Stabilisierungseingriffe als Ausnahme möglich. DB InfraGO soll dafür knotenindividuelle Maßnahmenkataloge erarbeiten, die auf Kapazitäts- und Qualitätsanalysen je Knoten gestützt sind. Mögliche Maßnahmen sind beispielsweise Bahnsteigverlängerungen, auch interimistisch, die Anpassung von Fahrzeitreserven oder die Harmonisierung von Geschwindigkeiten im Knotenzulauf. Zudem sollen die Infrastrukturnutzungsbedingungen der DB InfraGO schrittweise so angepasst werden, dass Pünktlichkeits- und Kapazitätsaspekte stärker berücksichtigt werden und Maßnahmen rechtssicher umsetzbar sind. Ab 2026 sind unterjährige „Experimentierklauseln” vorgesehen. Über diese können Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) temporär auf zugewiesene Trassen verzichten, ohne dass diese an andere EVU weitergegeben werden. Dafür ist das Einvernehmen mit den betroffenen EVU nötig. Zudem sollen „Flex-Abfahrten” genutzt werden, bei denen die Abfahrtszeit im Fahrplan auf einen früheren Zeitpunkt als die betrieblich vorgesehene gelegt wird. Laut Entwurf sind vor allem die Knoten Frankfurt am Main, München, Köln, Hamburg, Mannheim, Hannover und Berlin überlastet.