Das Schweizer Start-up Sun-Ways hat einen dreijährigen Pilotversuch mit Solarpanels zwischen den Schienen gestartet. Auf einem 100 m langen Streckenabschnitt nahe des Ortes Bütter installierte das Start-up 48 Photovoltaikmodule über den Schwellen. Die Module liegen so tief, dass Züge sie überfahren können. Für Inspektionen, Instandhaltungsarbeiten und Gleisarbeiten lassen sie sich wieder ausbauen. Der Versuch läuft bis April 2028, in dem unter anderem der Ein- und Ausbau, die Auswirkungen auf Streckeninspektionen, die Verträglichkeit mit Bahnanlagen, die Verschmutzung, der Ertrag sowie die Belastung durch Luftdruck, Vibrationen, Staub, Schnee und Frost untersucht werden. Die Verlegung erfolgt mithilfe eines umgebauten Zugs, der vormontierte Modulmatten zwischen den Schienen ausrollt und befestigt. Sun-Ways gibt eine mögliche Verlegeleistung von bis zu 1.000 m² pro Tag an. Die Stromerzeugung des Testabschnitts ist gering. Bei einer breiteren Anwendung auf dem rund 5.000 km langen Netz könnte das System jedoch laut Unternehmen bis zu 1 TWh pro Jahr liefern. Der Strom könnte in die Oberleitung oder in lokale Netze eingespeist werden. Mögliche Risiken, wie beispielsweise Blendwirkungen, sollen durch entspiegelte Oberflächen und Vorabprüfungen bewertet werden.