Die japanische Präfektur Shizuoka und JR Central haben eine Vereinbarung über Umweltschutzmaßnahmen für die Wiederaufnahme des Baus der Magnetschwebebahn (Maglev) Chuo zwischen Tokio und Nagoya geschlossen. Für die Inbetriebnahme des 286 km langen ersten Abschnitts gilt nun 2036 als frühester Termin, statt 2027. Die Bauarbeiten ruhten seit 2017, nachdem der damalige Gouverneur der Präfektur Shizuoka Einwände gegen die Tunnelarbeiten unter dem Fluss Oi erhoben hatte. Hintergrund waren befürchtete Auswirkungen auf den Wasserabfluss, das ökologische Gleichgewicht und die regionale Wasserversorgung. Die Planung der kommerziellen Strecke von Shinagawa über Nagoya bis Osaka begann in den 2000er-Jahren, der Bau startete 2014. Die Kosten für den ersten Abschnitt nach Nagoya stiegen von ursprünglich 29,8 Mrd. Euro (5,5 Bio. JPY) auf 59,6 Mrd. Euro. JR Central sicherte sich dafür staatliche Investitionen und Darlehen in Höhe von rund 16,2 Mrd. Euro. Parallel lief die Erprobung der Technik SCMaglev weiter. Nippon Sharyo und Mitsubishi bauten 2012 und 2013 zwei siebenteilige Vorserienzüge der Baureihe L0 für 505 km/h. Im Jahr 2015 erreichte ein Zug auf der Versuchsstrecke Yamanashi 603 km/h. Später übernahm Hitachi Rail die weitere Entwicklung und Fertigung.