Die russische Staatsbahn RZD hat das Investitionsbudget deutlich reduziert. Für 2026 stehen rund 7,9 Mrd. Euro (713,6 Mrd. RUB) zur Verfügung und damit nur gut die Hälfte der 13 Mrd. Euro von 2024. Gegenüber 2025 sank das Budget um weitere 20 %. Der Schwerpunkt liegt auf laufender Instandhaltung und Sicherheitsmaßnahmen. Als Gründe werden der Gewinnrückgang 2025, steigende Verschuldung und die restriktive Geldpolitik der Zentralbank genannt. Die Nettoverschuldung wurde auf knapp 31 Mrd. Euro beziffert, zudem beantragte RZD im Dezember 2025 eine staatliche Nothilfe, um einen Liquiditätsengpass von etwa 2,2 Mrd. Euro abzudecken. Die Regierung prüfte als Stützungsoptionen unter anderem höhere Gütertarife, Anpassungen bei Steuerzahlungen sowie Hilfen aus dem Nationalen Wohlfahrtsfonds. Auch die Umwandlung von 4,4 Mrd. Euro Schulden in Aktien erwogen, was lokalen Medien zufolge aber nach Einwänden der Zentralbank verworfen wurde. Als weitere Krisenoption ist der Verkauf der Tochter Federal Freight Company (FGC) mit 134.300 Fahrzeugen vorgeschlagen worden.