Der italienische Infrastrukturbetreiber RFI hat Bauarbeiten, Oberbau und bahntechnische Ausrüstung des 44 km langen ersten Abschnitts der Hochgeschwindigkeitsstrecke (HGV-Strecke) Verona – Padua zwischen Verona und Bivio Vicenza abgeschlossen. Im Abschnitt wurde auch rund 7 km Bestandsstrecke erneuert. Die Arbeiten führte das Konsortium Iricav Due unter Führung von Webuild mit Partner Hitachi Rail aus. Das Projekt geht nun in die Phase technischer Tests, Erprobung und Inbetriebsetzung über, die Betriebsaufnahme ist für 2027 vorgesehen. Die Kosten bezifferte das italienische Verkehrsministerium mit rund 3,4 Mrd. Euro, RFI nannte etwa 2,7 Mrd. Euro. Gleichzeitig laufen die Arbeiten im Raum Vicenza an einem vollständig finanzierten Teilprojekt im Wert von 2,2 Mrd. Euro weiter. Das Vorhaben ist zu rund 24 % fertiggestellt und umfasst den Umbau des Bahnhofs Vicenza, einen neuen Bahnhof für den Schienengüterverkehr (SGV), wasserbauliche Maßnahmen und eine neue Ost-West-Strecke für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Für den 26 km langen letzten Abschnitt zwischen Vicenza und Padua finanziert das Ministerium die Entwurfsplanung mit 25 Mio. Euro. Die Gesamtstrecke ist Teil des TEN-V-Korridors Mittelmeer.