Die Regierung Argentiniens hat den nationalen Bahnnotstand um zwei Jahre verlängert und damit Sonderbefugnisse für sicherheitsrelevante Maßnahmen im staatlichen Bahnsystem fortgeschrieben. Die per Dekret verlängerte Regelung war erstmals im Juni 2024 in Kraft getreten und erlaubt weiterhin die Priorisierung von Sicherungsarbeiten, die Vereinfachung von Beschaffungen und die Umschichtung von Haushaltsmitteln innerhalb der staatlichen Betreiber von Schienenpersonen(SPV)- und Schienengüterverkehr (SGV). Begründet wird die Maßnahme mit dem schlechten Zustand von Infrastruktur, Fahrzeugen und Leit- und Sicherungstechnik sowie finanziellen Schieflagen. Ziel bleibt die Absicherung von Nutzer- und Arbeitsschutz und die Aufrechterhaltung wesentlicher Verkehre. Eine Gesamtsumme für zusätzliche Ausgaben nennt das Dekret nicht, hält aber flexible Vergabe- und Finanzierungswege für als kritisch eingestufte Arbeiten offen.