Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben die Grundlagenerhebungen für das Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) zum zweigleisigen Ausbau zwischen St. Pölten und Herzogenburg gestartet. Das Projekt an der rund 8 km langen Tullnerfelder Bahn entsteht in Kooperation mit der Stadt St. Pölten, der Stadtgemeinde Herzogenburg und dem Land Niederösterreich. Hintergrund ist die erreichte Kapazitätsgrenze des bestehenden eingleisigen Abschnitts. Geplant sind ein zweites Gleis mit Elektrifizierung, die barrierefreie Modernisierung der Bahnhöfe Unterradlberg, Viehofen und St. Pölten Traisenpark, die Auflassung der Eisenbahnkreuzungen Weichselbaumstraße und Gorbachgasse mit Ersatz durch die Unterführung L5073 (Weichselbaumstraße) sowie eine zusätzliche Querung für Fuß- und Radverkehr in Oberradlberg. Hinzu kommen Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Gorbachgasse, Gleisverlängerungen in Viehofen für Überholungen und eine neue Eisenbahnbrücke über die Doktor-Adolf-Schärf-Straße. Die Streckengeschwindigkeit steigt nach dem Ausbau von 120 auf 160 km/h. Ab 2028 sollen zunächst die Auflassung der Eisenbahnkreuzungen, der Bau der Unterführungen und die Hochwasserschutzmaßnahmen beginnen. Mitte 2029 will die ÖBB den Betrieb durch die Unterführungen aufnehmen. Der Start des Streckenausbaus ist vorbehaltlich der Genehmigungen ab 2031 geplant, die durchgehend zweigleisige Inbetriebnahme für Ende 2036.