Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, hat eine weitere Überarbeitung der Planung für die Korridorsanierungen angekündigt. Gegenüber dem Manager Magazin sagte Palla, die Zahl der ursprünglich auf fünf pro Jahr gebündelten Streckensanierungen liege inzwischen bei vier, und werde voraussichtlich weiter sinken. Als Grund nannte die DB-Chefin die Notwendigkeit, bei Vollsperrungen ausreichende Restkapazitäten im Netz vorzuhalten, besonders für den Schienengüterverkehr (SGV). Am Grundprinzip der gebündelten Bauweise hielt Palla wegen des schlechten Netzzustands jedoch fest. Auch müssten die Effekte der Sanierungen präziser und verlässlicher benannt werden. Das betrifft die Dauer der Baufreiheit nach Abschluss der Arbeiten, die je nach Strecke unterschiedlich ausfallen kann, sowie die erwartete Verringerung von Störungen, etwa durch Weichenausfälle. Die im Sommer 2026 abgeschlossenen Sanierungen der Strecken Hagen – Wuppertal – Köln und Nürnberg – Regensburg unterschritten laut Palla die ursprünglichen Kostenprognosen wegen mittelstandsfreundlich gestalteter Ausschreibungen um hohe Millionenbeträge.