Die chinesische Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) hat Machbarkeitsstudien für zwei neue Hochgeschwindigkeitsstrecken (HGV-Strecken) mit insgesamt rund 450 km Länge genehmigt. Untersucht wird ein 318 km langer Neubauabschnitt der Verbindung Peking – Hongkong zwischen Fuyang in der Provinz Anhui und Huanggang in der Provinz Hubei. Die auf rund 6,4 Mrd. Euro (52,1 Mrd. CNY) veranschlagte Nord-Süd-Strecke soll die bestehende östliche Trasse über Hefei und Anqing um eine westliche Alternative über Xinyang in der Provinz Henan und Macheng in der Provinz Hubei ergänzen, die im Norden Jiujiangs wieder auf die Bestandsstrecke trifft. Die zweite Studie prüft eine 132,3 km lange HGV-Strecke von Zhanjiang in der Provinz Guangdong nach Haikou auf der Insel Hainan mit einem Investitionsvolumen von etwa 4,9 Mrd. Euro. Eine feste Querung der 23 km breiten Qiongzhou-Straße ist nicht vorgesehen; der Abschnitt soll auf dem Seeweg passiert werden. Die im Mai 2025 eröffnete HGV-Strecke Guangzhou – Zhanjiang könnte perspektivisch direkte Fernverbindungen ermöglichen. Die chinesische Staatsbahn CR plant, das HGV-Netz bis 2030 um 10.000 km auf rund 60.000 km auszubauen.