JR East wird auf der Yamanote-Linie ein neues Inspektions- und Reaktionssystem auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI) und Drohnen einführen. Das System soll die Wiederaufnahme des Betriebs nach technischen Störungen um rund 30 % beschleunigen. Die Erprobung beginnt im April 2026, die betriebliche Einführung ist im Laufe desselben Jahres vorgesehen. Ein Teil des Systems umfasst streckenseitige Kameras, die zur Echtzeitüberwachung der Stromabnehmer von Zügen in der Nähe der Stationen Shinbashi, Ebisu, Mejiro und Uguisudani in Tokio installiert werden. Ein KI-System wertet die Aufnahmen aus, erkennt Schäden und sendet Meldungen an die Leitstelle. Ergänzend setzt JR East ferngesteuerte Drohnen ein, um nach Störungen die Oberleitung und weitere Infrastrukturanlagen zu kontrollieren. Die Geräte starten von festgelegten Punkten entlang der Strecke und übertragen Livebilder, sodass technische Teams den Schaden vor ihrem Eintreffen vor Ort eingrenzen können. Der Betreiber prüft zudem eine Ausweitung auf weitere Strecken, darunter der Abschnitt Tokio – Shinjuku der Chuo-Linie sowie Shinkansen-Verkehre.