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Belgien

Infrabel schichtet 124,5 Mio. Euro auf kleinere Bahnprojekte um

Der belgische Netzbetreiber Infrabel hat 124,5 Mio. Euro von zwei Großprojekten, deren Start nicht vor 2030 vorgesehen ist, auf vier kleinere Vorhaben umgeschichtet. Betroffen sind die Anbindung für den Schienengüterverkehr (SGV) Gent – Terneuzen mit 87,5 Mio. Euro und der Bahnhof Antwerpen-Berchem mit 37 Mio. Euro. Im Investitionsplan 2023-2032 stehen zusammen mit 52 Mio. Euro aus EU-Zuschüssen damit 176,5 Mio. Euro für weiter fortgeschrittene Projekte zur Verfügung. Hauptempfänger bleiben Vorhaben mit Bezug zu den Seehäfen. 68,7 Mio. Euro fließen in den SGV zu und von belgischen Häfen. Davon entfallen 42,8 Mio. Euro auf den Hafen Antwerpen-Brügge für Elektrifizierung, Erneuerung von Gleisbündeln und Anschlüssen, neue Weichen sowie Erneuerung und Beseitigung von Bahnübergängen. Der North Sea Port erhält weitere 24,4 Mio. Euro für Signaltechnik und Elektrifizierung von Gleisanlagen im Hafengebiet Gent und der Hafen Ostende 1,5 Mio. Euro für gezielte Sicherheitsmaßnahmen. Weitere 67,2 Mio. Euro werden ins Netz investiert, davon 21,5 Mio. Euro in die Anpassung für 750 m lange Güterzüge, auch mit Blick auf militärische Mobilität, sowie 15,6 Mio. Euro in die Erneuerung der Strecke Mol – Neerpelt an der Grenze zu den Niederlanden. Die übrigen 30,1 Mio. Euro sind vor allem für den Schienenpersonenverkehr (SPV) reserviert, davon 27,5 Mio. Euro für Batteriezüge auf nichtelektrifizierten Strecken.