Das geplante Hochgeschwindigkeitsprojekt (HGV-Projekt) zwischen Paris und der Region Normandie, das eine 250 km/h TGV-Verbindung zwischen Paris, Rouen, Le Havre, Caen und Cherbourg vorsah, wurde nach Umweltbedenken der Ile-de-France-Regionalregierung und der Öffentlichkeit aufgegeben. Das Projekt, das den Bau von rund 280 km HGV-Strecke beinhaltete, wurde aus dem Ile-de-France-Eisenbahn-Masterplan gestrichen, der am 12. Juni 2025 vom französischen Staatsrat genehmigt wurde. Trotz anfänglicher Unterstützung seit den 1990er-Jahren und erneuter Priorisierung 2013 stieß das Projekt auf starken Widerstand, insbesondere wegen der Auswirkungen auf die Umwelt und die Bewohner. Teile des Projekts, wie die Erweiterung der Strecke zwischen Paris Saint Lazare und Mantes-la-Jolie und der Bau eines neuen Bahnhofs in Rouen, werden jedoch fortgesetzt. Öffentliche Vertreter in der Normandie zeigten sich enttäuscht über die Entscheidung und forderten eine Überprüfung des Projekts. Ein Lenkungsausschuss soll Anfang Juli 2025 tagen, um das Projekt zu bewerten.