Im Zuge einer Vertragsänderung hat die griechische Regierung Hellenic Train zu Sicherheitsinvestitionen von 420 Mio. Euro in neue Schienenfahrzeuge und Instandhaltungsinfrastruktur verpflichtet. Grundlage hierfür sind vom Parlament gebilligte Änderungen des seit 2017 gültigen öffentlichen Dienstleistungsvertrags, der nun erstmals eine Kündigungsklausel enthält. Sollte die Inbetriebnahme neuer Züge bis 2027 ausbleiben, kann der Staat den Vertrag beenden. Dieser Schritt folgt auf das Unfallereignis vom Februar 2023 bei Larissa, bei dem gravierende Sicherheitsmängel im Bahnsystem festgestellt wurden. Von den 420 Mio. Euro entfallen 308 Mio. Euro auf neue Elektrotriebzüge (EMU) von Alstom mit Technik für Fernkommunikation zwischen Triebfahrzeugführern und Disponenten sowie ferngesteuerten Bremsfunktionen. Etwa 100 Mio. Euro sind für Werkstätten, Instandhaltungsanlagen und digitale Systeme vorgesehen. Parallel dazu besteht ein 760 Mio. Euro schweres bilaterales Investitionsabkommen zwischen Griechenland und Italien zur Modernisierung von Infrastruktur, Fahrzeugen und Wartungssystemen.