Eurostar wird voraussichtlich bis mindestens 2028 einziger Betreiber von Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) zwischen Großbritannien und Frankreich bleiben, da bürokratische Hürden nach dem Brexit den Einstieg von Wettbewerbern verzögern. Betreiber wie die Virgin Group und Evolyn, ein Start-up von Investoren von National Express, wollten auf der HGV-Strecke mit Eurostar konkurrieren. Der Brexit führte jedoch zur Aufteilung der bisherigen gemeinsamen französisch-britischen Aufsichtsbehörde Intergovernmental Commission (IGC) in separate französische und britische Aufsichtsbehörden. Die französische Regulierungsbehörde EPSF ist bereits operabel, das britische Gegenstück voraussichtlich erst im Jahr 2025. Zusätzlich zu den regulatorischen Hürden müsste der Londoner Bahnhof St. Pancras für die Aufnahme zusätzlicher Züge und Fahrgäste umgebaut werden. Evolyn hatte ursprünglich 2025 die Aufnahme des HGV durch den Kanaltunnel geplant, den Vertrag mit Hersteller Alstom über zwölf HGV-Züge aber noch nicht unterzeichnet, da der Betreiber noch auf die behördliche Genehmigung für den HGV-Betrieb wartet.
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