Im Juli 2025 hat die EU im Rahmen des Förderprogramms CEF umfangreiche Zuschüsse für grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte in fünf Ländern bewilligt. Dabei erhält Polen rund 452 Mio. Euro für vier Projekte, etwa für den polnischen Abschnitt des Großprojekts Rail Baltica oder die Einführung des europäischen Zugsteuerungssystems ERTMS auf Hauptstrecken des transeuropäischen Netzes TEN-V. Die Slowakei erhält für vier bahnbezogene Initiativen einen Zuschuss von 135 Mio. Euro, so auch für die Modernisierung der Strecke Zilina – Kosice oder die Aufrüstung grenzüberschreitender Verbindungen. Weitere Mittel fließen an Rumänien, die Ukraine und Moldau. Mit 73,5 Mio. Euro wird eine Standardspurstrecke von Polen nach Lwiw gefördert. Bezuschusst wird auch der Nord-Süd-Korridor in Rumänien zur Verbindung von Hafen Konstanza und Bukarest mit der Ukraine und Moldau. Die Mittel unterstützen vor allem die Solidarity Lanes zur Aufrechterhaltung der Verkehrsströme mit der Ukraine und der Region. Schwerpunkte liegen auf der Integration verschiedener Transportmodi, dem TEN-V-Lückenschluss und der Anbindung assoziierter Nachbarländer, insbesondere im Blick auf Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) und militärische Mobilität. Für die Haushaltsperiode 2028-2034 ist eine Verdopplung der bisherigen CEF-Mittel auf über 51 Mrd. Euro für die TEN-V-Entwicklung vorgesehen.