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Eröffnung von Stuttgart 21 erneut gefährdet

Der geplante Eröffnungstermin des Tiefbahnhofs im Projekt Stuttgart 21 im Dezember 2026 ist erneut unsicher. Nach Recherchen des Südwestrundfunks (SWR) steht die vollständige Inbetriebnahme infrage, nur eine Teileröffnung ist wahrscheinlich. Die Stuttgart-21-Taskforce, die aus der Deutschen Bahn (DB), der Stadt und Region Stuttgart sowie dem Land Baden-Württemberg besteht, diskutiert derzeit drei Szenarien. Das erste Szenario sieht eine vollständige Inbetriebnahme vor, wird jedoch als unzumutbar für die Fahrgäste angesehen. Das zweite, bevorzugte Szenario sieht eine schrittweise Inbetriebnahme vor, bei der zunächst Hochgeschwindigkeitszüge (HGV-Züge) durch den neuen Tiefbahnhof fahren, während der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) weiterhin den alten Kopfbahnhof nutzt. Dieses Szenario würde die Fahrgäste weniger, aber länger beeinträchtigen. Das dritte Szenario, eine komplette Verschiebung der Eröffnung, wird derzeit nicht ernsthaft in Betracht gezogen. Die Projektpartner, bestehend aus dem Bund, Land Baden-Württemberg, Stadt und Region Stuttgart sowie dem Flughafen Stuttgart, sind sich weitgehend einig, dass eine schrittweise Inbetriebnahme die beste Lösung darstellt, jedoch bestehen Differenzen hinsichtlich der Priorisierung der Infrastruktur.