Cristos Palios, Leiter des griechischen Infrastrukturbetreibers ErgOSE, hat Investitionen von über 1 Mrd. Euro in das Schienennetz Nordgriechenlands angekündigt. Hauptprojekt ist die Neubaustrecke Toxote – Nea Karvali für insgesamt 192,3 Mio. Euro, ein Teil des Projekts Sea2Sea. ErgOSE rechnet mit der Vertragsunterzeichnung Anfang 2025 und nachfolgender Bauzeit von dreieinhalb Jahren. Die Planung zum Ausbau der 176 km langen Strecke Alexandroupoli – Ormenio für 700 Mio. Euro, ebenfalls ein Sea2Sea-Teilprojekt, wurde reduziert und befindet sich in der Grundstücksenteignungsphase. Für den Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Westen Thessalonikis und die Anbindung von Hafenpier 6 sind 53,4 Mio. Euro eingeplant. Weitere Projekte im Wert von 438,5 Mio. Euro betreffen 370 km Strecken hauptsächlich im Raum Athen und auf dem Peloponnes. Die Stadt Rio soll nun 2026 durch die neue Peloponnesbahn erreicht werden. Streitigkeiten zwischen ErgOSE und dem Auftragnehmer über die Umspurung der 6,4 km langen Strecke Isthmos – Loutraki sollen nun vor einem Schiedsgericht geklärt werden. Die Umspurung sollte 2020 abgeschlossen sein.