Die Eurasische Entwicklungsbank (EDB) hat für 13 Länder Eurasiens laufende und geplante Verkehrsprojekte im Wert von 299 Mrd. Euro (345 Mrd. USD) erfasst, davon 127 Mrd. Euro für die Bahninfrastruktur. Laut der Bank entfielen 402 Vorhaben auf Aserbaidschan, Armenien, Afghanistan, Belarus, Georgien, Iran, Kasachstan, Kirgisistan, die Mongolei, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Der Schienenverkehr erreichte damit 42,8 % des gesamten Projektwerts. Auf Russland entfielen über alle Verkehrsträger hinweg 65,3 % der Investitionen. Der Nördliche Eurasische Korridor durch Russland bis zur EU-Außengrenze in Belarus wies den größten Investitionsumfang unter den Korridoren Asien – Europa auf. In Zentralasien summieren sich 114 Projekte auf 62,3 Mrd. Euro. Davon betrafen 29,8 % die Bahn. Die wertmäßig größten Bahnvorhaben waren der Transafghanische Korridor durch Usbekistan, Afghanistan und Pakistan mit 4,2 Mrd. Euro sowie die China-Kirgisistan-Usbekistan-Eisenbahn mit 4,1 Mrd. Euro. Auf Projekte in Zentralasien mit chinesischer Beteiligung entfielen laut EDB mehr als 10,4 Mrd. Euro, darunter über 6,1 Mrd. Euro aus chinesischen Finanzierungsquellen im Rahmen der Neuen Seidenstraße. 62 % des Gesamtwerts aller Projekte finanzierten die Staaten. Bei 123 der 402 Vorhaben war der Privatsektor beteiligt, darunter 27 öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP).