In Großbritannien hat Knorr-Bremse Rail Systems in Zusammenarbeit mit Chiltern Railways und dem Leasingunternehmen Angel Trains einen einjährigen Test mit einem Überwachungssystem gestartet, das Echtzeitdaten zu Haftungswerten liefert, wenn der Gleitschutz des Zugs aktiv ist. Infrastrukturbetreiber Network Rail und Verkehrsbetrieben soll damit proaktives Haftungsmanagement in der Laubfallzeit, im Winter und bei schlechtem Wetter ermöglicht werden. Nach Herstellerangaben können Hotspots mit geringer Haftung identifiziert werden, um Fahrer zu warnen und Schienenreinigungen zu planen. Der Test folgt auf erste Versuche bei der Chinnor & Princes Risborough Railway. Für die Tests wurde ein Dieseltriebzug (DMU) der Class 165 mit dem Rutschschutz MGS2 von Knorr-Bremse ausgerüstet, der mit MGS3-Software und zusätzlichen Instrumenten verbessert wurde. Knorr-Bremse wird die Daten nutzen, um Echtzeithaftungswerte zu berechnen, in Zusammenarbeit mit der Rail Safety & Standards Board’s Adhesion Research Group und unterstützt von der University of Huddersfield. Bei Erfolg könnten ab spätestens 2027 mehr Betreiber einbezogen werden.