Die Deutsche Bahn (DB) hat die Vorplanung für den Brenner-Nordzulauf abgeschlossen und damit die parlamentarische Befassung für die Trassenentscheidung ermöglicht. Die vorgesehene zweigleisige Neubaustrecke soll zu mehr als der Hälfte im Tunnel verlaufen. Lokalen Medien zufolge liegen die Planungs- und Baukosten bei 8,57 Mrd. Euro. Hinzu kommen eine Risikovorsorge von rund 1,11 Mrd. Euro, etwa für geologische und technische Herausforderungen, sowie ein Inflationspuffer von rund 6,48 Mrd. Euro. Aus der Region gingen 119 Kernforderungen von Kommunen und Privatpersonen ein, unter anderem zu Lärm- und Erschütterungsschutz, Änderungen der Trassenführung mit zusätzlichen Tunnelabschnitten sowie einer Rad- und Fußgängerbrücke parallel zur geplanten Innquerung. Laut DB InfraGO entspricht ein Teil der Forderungen weder der verkehrlichen Zielsetzung des Bundesverkehrswegeplans noch den aktuellen technischen Genehmigungsstandards. Alle Kernforderungen werden dem Bundestag zur Entscheidung über die Trasse und die regionalen Forderungen vorgelegt.