Die Deutsche Bahn (DB) hat dem Aufsichtsrat eine neue Konzernstrategie bis 2035 vorgelegt. Damit wird die bisherige Strategie „Starke Schiene“ abgelöst. Die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla richtete den Kurs auf Verlässlichkeit, betriebliche Qualität und wirtschaftliche Tragfähigkeit aus. Die Umsetzung gliedert sich in drei Phasen. Das Jahr 2026 dient dem Konzernumbau. Bis 2030 stehen die Sanierung des Netzes durch DB InfraGO, die wirtschaftliche Stabilisierung der Geschäftsfelder sowie bessere Kundenangebote im Mittelpunkt. Bis 2035 soll der Sanierungsmarathon weitgehend abgeschlossen sein. Für den Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) nennt die DB dabei 80 % Pünktlichkeit als Ziel. Der Umbau der Konzernstruktur mit schlanker Holding, gestärkten Geschäftsfeldern und gebündelten internen Dienstleistern soll zum 1. Januar 2027 weitgehend abgeschlossen sein. Ab 2028 erwartet die DB daraus jährliche Einsparungen von mehr als 500 Mio. Euro bei Sach- und Personalkosten. Wirtschaftlich rechnet der Konzern ab 2026 wieder mit einem positiven Ergebnis nach Steuern und bis 2030 mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses auf 1,7 Mrd. Euro. Für die Infrastruktur kündigt DB InfraGO bis 2030 die Sanierung von 24 Korridoren und 2.500 km Streckennetz sowie 200 weitere ETCS-fähige Stellwerke an. Als Zielwerte bis 2030 nannte die DB eine Pünktlichkeit im SPFV von 69 bis 72 % und von 89,5 bis 91,5 % im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Als Voraussetzung betrachtet der Konzern die Unterstützung durch Bund und Branche bei Finanzierung und Regulierung.