DB InfraGO hat die KI-gestützte Dispositionsunterstützung ADA-PMB auf vier Streckenregionen mit dichter Zugfolge ausgerollt: im Raum Frankfurt/Main, auf den Bahnstrecken München – Lindau und Stuttgart – Plochingen sowie auf Strecken in Nordrhein-Westfalen. Das System kombiniert mathematische Optimierung, Heuristiken und maschinelles Lernen und generiert im Minutentakt Empfehlungen zur Unterstützung der Disponenten bei der Konfliktlösung und der Optimierung des Zugbetriebs. ADA-PMB bleibt beratend, die letztendliche Entscheidung und Sicherheitsprüfung obliegt weiterhin dem Disponenten bzw. Fahrdienstleiter. Kritische Infrastrukturdaten wie Streckensperrungen und Wartungsarbeiten werden laufend einbezogen. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) ist rechtlich verantwortlich für die Neutralität des Werkzeugs gegenüber allen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU). Bis Ende 2027 soll ADA-PMB nahtlos in die Dispositionsarbeitsplätze integriert und die Kommunikation an die Fahrdienstleiter digitalisiert werden, sodass manuelle Telefonanrufe entfallen. Die Ausweitung auf weitere Regionen ist für 2027 vorgesehen.