Die Türkei und Saudi-Arabien haben eine Vereinbarung über den Bau und Wiederaufbau eines internationalen Eisenbahnkorridors zwischen Istanbul und Dschidda unterzeichnet. Das Vorhaben umfasst bestehende Strecken, neue Abschnitte sowie die Reaktivierung von Infrastruktur durch Syrien und Jordanien. Die Verbindung für den Schienenpersonen(SPV)- und Schienengüterverkehr (SGV) soll nach den vorläufigen Planungen von Istanbul über Aleppo und Damaskus in Syrien sowie Amman und Ma'an in Jordanien bis nach Dschidda in Saudi-Arabien führen. Zudem könnte eine Anbindung an Medina sowie an die Hochgeschwindigkeitsstrecke (HGV-Strecke) Haramain erfolgen. Damit wäre die über 2.500 km lange Strecke die längste im Nahen Osten. Als besonders aufwendig gilt der Wiederaufbau der syrischen Infrastruktur, da dort infolge des Krieges Strecken, Brücken, Leit- und Sicherungstechnik sowie Werkstattanlagen stark beschädigt wurden. Das Projekt soll sowohl in die türkische Strategie zum Aufbau von Verbindungen zwischen Europa und Asien als auch in die saudische „Vision 2030” integriert werden.