Die britische Eisenbahnindustrie hat positiv auf den Sieg der Labour Party bei den Wahlen reagiert. Der neu gewählte Premierminister Keir Starmer ernannte am 5. Juli 2024 Louise Haigh zur neuen Verkehrsministerin. Haigh hatte bereits im April 2024 ein Dokument zur den Plänen der Labour Party für die Entwicklung des Schienennetzes vorgestellt. Ein zentraler Vorschlag ist die Schaffung der unabhängigen öffentlichen Gesellschaft Great British Railways (GBR) für die Fahrplanung, die Verbesserung der Verkehrsdienste, Betrieb, Wartung und Upgrade der Eisenbahninfrastruktur. Nach den Vorstellungen der Labour Party sollen die derzeit noch von privaten Unternehmen gehaltenen Franchiseverträge im Schienenpersonenverkehr (SPV) bis Laufzeitende laufen und danach der Betrieb auf den öffentlichen Sektor und GBR übertragen werden. Private Leasingunternehmen bleiben Eigentümer der SPV-Fahrzeuge und private Unternehmen sollen weiterhin den Schienengüterverkehr (SGV) betreiben, Open-Access-SPV soll ermutigt werden.